Meine Englischkenntnisse

1. Meine Englischkenntnisse – die Ausgangslage

Zu meiner Person: Ich bin inzwischen 29 Jahre jung und hatte vor 10 Jahren mein Abitur mit guten Noten an einem recht liberalen Gymnasium in einer Kleinstadt in Rheinland Pfalz erworben, darunter Englisch mit immerhin 12 Punkten. 

Englisch kann ich doch gut genug!

Dies war stets mein Standpunkt gewesen. Denn weder im Studium noch auf Reisen hatte ich je ein wesentliches Problem, mich angemessen verständlich zu machen.

Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre bin ich seit nunmehr gut 5 Jahren berufstätig, davon seit zweieinhalb Jahren in leitender Funktion. In diesem Zusammenhang gehört es zwar nicht täglich, dennoch in zunehmenden Umfang zu meiner Aufgabe, mit englischen und amerikanischen Geschäftspartnern wie auch Nichtmuttersprachlern in Englisch zu verhandeln, Details der Zusammenarbeit nach zu justieren und im sogenannten „small talk“ die Geschäftsbeziehung bei Abendessen oder incentive Aktivitäten mit konstruktiven von Wertschätzung geprägten Erlebnissen, zu füllen.

Während ich mich bei der Erstellung von Power Point Präsentationen in Englisch relativ sicher fühle, galoppierte mir bei den o.g. Aufgabestellungen, vor allem im Gespräch mit Briten der Kontext zuweilen in Teilen davon. So stand ich vor dem Problem, aus den 80 % Gehörten und vermutlich Verstandenen semantisch eine 100 % assoziative Verknüpfung zu erstellen, um korrekt und angemessen zu antworten oder Position zu beziehen.

Als sich die Missverständnisse häuften, wenn es um Details ging und es einmal zusätzlich bei einer „social function“ zu einem Missverständnis kam, welches ich nur mit Mühe glattzubügeln vermochte, fasste ich den Entschluss: Ich muss meine Englischkenntnisse im Bereich Hörverstehen, Ausdruck und Differenzierung verbessern!

Eine Option, die ich sehr schätzte, bestand im Angebot 1 x wöchentlich 60 Minuten Einzelunterricht nach der Arbeit im Unternehmen bei unserer In-House-Trainerin zu nehmen. Der Nachteil war, dass der Englischunterricht erst ab 19.30 Uhr angeboten werden konnte. Nach einem zehn bis zwölf Stunden-Tag ist die Konzentration aber lange nicht mehr so hoch wie am Vormittag. Man ist schlichtweg gedanklich bei der Verarbeitung anderer Tagesthemen und ist nicht so frisch wie am Vormittag. Ich hatte in anderen Worten „den Kopf nicht frei zum Englisch lernen“.

Ein Niveau-Test zur Überprüfung meiner aktuellen Englisch-Kenntnisse ergab, dass mein Englisch- Niveau gemäß dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER) irgendwo zwischen den Niveaus B1 und B2 Niveau lag. Es gibt beim Europäischen Referenzrahmen insgesamt 6 Niveaustufen zur Einteilung des Sprachniveaus. Es beginnt mit A1 für Anfänger/Elementarstufe bis hoch zu C2 für sehr Fortgeschrittene, welche die Fremdsprache wie ein Muttersprachler sprechen. In der Skala von 6 Werten (A 1 bis C 2) lag ich nach dem Einstufungstest also zwischen B1 und B2.

Mein Eindruck vom In-House-Training am Abend war:

Ich schätzte den Englisch- Einzelunterricht sehr, aber trotzdem hatte ich nicht den Eindruck, dass diese Einzelstunde nach einem langen Tag eine ideale Lernform darstellte.

So begab ich mich auf die Suche nach Alternativen.

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