Learning by Doing – ein Selbstversuch

3. Mit Lernsoftware Learning by Doing – ein Selbstversuch

Nach der Erfahrung mit den Abendkursen stieß ich auf die Lern Software von Rosetta Stone, welche ich als Komplettversion British English für über € 300 erwarb. Diese Kosten kann man aber steuerlich absetzen bei der Einkommensteuererklärung, wenn man dem Finanzamt nachweist, dass die Aufwendungen berufsbedingt sind, Englisch also für den Berufsalltag benötigt wird.

Nachdem ich es zunächst kurz getestet hatte, sprang ich also ins kalte Wasser und wagte die Investition. Während man in der VHS oder in der privaten Sprachschule auch mit einem Buch arbeitet, war dies hier nicht der Fall.  Ich finde die Kurse von Rosetta Stone etwas zu teuer für das, was sie bieten. Die Lernsoftware ist in meine Augen längst nicht so effizient wie ein ordentliches Buch (oder gar ein echter Kurs). Die Software ist in meinen Augen eine nette ergänzende Spielerei, aber mehr nicht. Heute nutze ich sie kaum mehr.

Danach habe ich es mit einem Abo von dalango versucht. Dieses Lernprogramm gehört zu dem Spotlight Verlag, welcher auch die Lernmagazine für Sprachen monatlich herausbringt. Es gibt hier auch eine Komponente Business English. Insgesamt ist die Benutzeroberfläche sehr einfach zu bedienen, das Programm dazu wesentlich günstiger. Je länger das Abo, umso günstiger. Ich habe es zunächst einmal für ein Jahr gebucht und nutze es regelmäßig zur Unterstützung und Aufrechterhaltung der Motivation. Auch wenn man nur 10 Minuten Zeit hat, es lohnt sich immer mal einen kleinen Aspekt neu oder wiederholend heraus zu greifen. Ich nutze es heute noch und bin folglich damit recht zufrieden.

In den vergangenen 2 Jahren habe ich mir noch weitere Lernsoftware angeschaut und auch einmal die Messe Learntec in Karlsruhe besucht. Insgesamt gibt es sicher, gerade für Sprachenlernende mit wenigen Kenntnissen, einiges Interessantes an Lernsoftware auf dem Markt. Es scheint jedoch so, dass die Luft nach oben (sprich höhere Niveaus), online-learning technisch betrachtet, tendenziell dünner wird.  Der Markt scheint hier außerdem recht umkämpft. Ich gebe im Anhang noch einige Software Namen, die ich mal kurz getestet habe. Mir sind viele der online learning Übungen nicht nahe genug an der Realität des Arbeitsalltages angelehnt. Denn man kann das Erlernte nicht mechanisch anwenden, ist vielmehr meist darauf angewiesen, es intuitiv und situationsangepasst einzubringen. Der Bildschirm ersetzt keine reine Situation im Leben, das „idealisierte“ Verhalten im Dialog kann durchaus komische Züge haben. Deswegen sehe ich die Lernsoftware nicht kritisch, aber eher als unterstützend für den Lernerfolg. Gerade mache ich z.B. erste Schritte mit Mandarin und da funktioniert es ganz gut.

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