Sprachschulen- und Veranstalterflut

6. Im Informationsdschungel für Sprachaufenthalte – wie recherchieren und finden?

Sowohl die Informationen seitens der Fremdenverkehrsämter wie auch im Internet sind dermaßen umfangreich, dass die Auswahl bzw. nur eine Eingrenzung der Auswahl gar nicht so einfach ist!

Ich habe mich rasch dazu entschieden, nur solche Schulen oder Veranstalter zu suchen, welche zumindest einmal Mitglied in Qualitätsverbänden sind, also zertifiziert oder / und  getestet wurden.

Vorsicht: Es gibt auch Unternehmen, die geben sich selbst ein Siegel ohne unabhängig getestet worden zu sein! Man findet dass aber schnell heraus, indem man das vermeintliche „Gütesiegel“ in den Suchmaschinen auf seine Echtheit überprüft.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Stiftung Warentest Berlin den Sprachreisen -Markt wohl von Zeit zu Zeit untersucht. Man findet auf deren Seite die Möglichkeit, die entsprechenden Hefte zu bestellen oder die Artikel gegen eine geringe Gebühr runterzuladen.

Es gibt außerdem in Stuttgart die Informationsstelle ABI e.V. und natürlich Verbraucherzentralen. Leider ist auf gute frage.net nicht immer erkennbar, wer fragt und wer antwortet. Ich bin mir nicht sicher über den 100 % igen Aussagewert von den Portalen. Wie belastbar die Aussagen weiterer einschlägiger Bewertungsportale für Sprachreisen sind, das vermag ich ebenfalls nicht einzuschätzen. Wenn dort z.B. eine Schule oder ein Veranstalter nur ***** bekommt, so macht mich dies etwas stutzig. Trotzdem ist es sehr gut, dass es solche Foren gibt!

Insgesamt fand ich während der Suche  die Angebote vieler Sprachschul-Seiten und auch die von Veranstaltern leider nicht immer sehr transparent, was man sich als Verbraucher naturgemäß wünscht. Es sollte z.B. auf Veranstalter-Webseiten immer der Namen der Schule ersichtlich sein auf einen Blick. Wer will denn die Katze im Sack kaufen. Oder es sollten auf den Sprachschulseiten auch keine zusätzlichen Extra-Gebühren für die Einschreibung, Verwaltung, die Unterkunftssuche oder Bücher versteckt werden, dies passiert aber häufig und wird erst auf den zweiten oder dritten Blick sichtbar.

Wenn ihr bei einer Schule direkt buchen solltet daher mein Rat, immer ein Angebot mit allen Kosten erstellen lassen.

Ich habe auch nach Fachverbänden und Qualitätsgemeinschaften gesucht: Man findet dann u.a. den Fachverband der Deutschen Sprachreise-Veranstalter e.V. (FDSV) oder den British Council, das ist eine Institution in England, welche Schulen auf die Einhaltung von festgelegten Qualitätsstandards prüft und akkreditiert.

Sprachschulen- und Veranstalterflut: Ich „lande“ beim FDSV und in Brighton

sunset in Brighton - Joao Paulo Fernandes - CC BY 2.0

sunset in Brighton – Joao Paulo Fernandes – CC BY 2.0

Ich entschied mich schließlich auf der recht ordentlich gestalteten Webseite des FDSV-zu recherchieren, also über einen deutschen Veranstalter für Sprachreisen zu suchen. Der Gedanke dabei war, in Deutschland einen Ansprechpartner zu haben und Missverständnissen vorzubeugen. Außerdem gilt das deutsche Reiserecht, soweit ich weiß, als eines der verbraucherfreundlichsten der Welt. Trotzdem empfehle ich jedem, „das Kleingedruckte immer zu lesen“. Sicher ist sicher.

 

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